Carbon Accounting, Reporting & Management mit regulatorischer Präzision
Carbon Footprints, ESG-Reporting, Herkunftsnachweise, negative Emissionen: Wir sind das Team, das genau dort arbeitet, wo Standardsoftware an ihre Grenzen stößt und allgemeine Beratung zu oberflächlich wird. International vernetzt, regulatorisch am Puls, methodisch unabhängig.
Wo Standardtools aufhören, fangen wir an
In den letzten Jahren sind aus Klimabilanzierung und Berichterstattung ein beeindruckendes Geflecht aus Regularien, Standards und sich überlappenden Nachweispflichten geworden. Insbesondere für produzierende Unternehmen im Mittelstand und in der Industrie bedeutet das: Jede belastbare CO2-Zahl, jeder Scope-3-Wert, jeder Herkunftsnachweis muss heute nicht nur rechnerisch, sondern regulatorisch tragfähig sein — und zwar gleichzeitig gegenüber CSRD, ESPR, CBAM, EU-Batterieverordnung, RED III, dem GHG Protocol, ISO 14067, Branchenstandards und freiwilligen Initiativen wie SBTi, CDP oder EcoVadis.
Was wir für Sie tun
Corporate & Product Carbon Footprint
Die Berechnung eines belastbaren CCF (Corporate Carbon Footprint) oder PCF (Product Carbon Footprint) über Scope 1, 2 und 3 ist in der Praxis selten ein Tool-Problem. Sie ist ein Methoden- und Regulierungsproblem. Unterschiedliche Regelwerke verlangen unterschiedliche Systemgrenzen, Allokationsregeln, Datenqualitätskriterien und Nachweisführungen für ein und dasselbe Produkt. Insbesondere für international bilanzierende Unternehmen ist dies eine Herausforderung.
Wir klären für Sie:
- Welche Methodik ist für Ihren Anwendungsfall regulatorisch verbindlich – ISO 14064 für Unternehmen, ISO 14067 für Produkte, GHG Protocol, ESRS E1 – und wo sind die Unterschiede entscheidungsrelevant?
- Wir führen Sie durch den Dschungel der Anforderungen aus CSRD, CSDDD, EU-Taxonomie, ESPR, EU-Batterieverordnung, CBAM, RED II/III, Gasbinnenmarktrichtlinie, Industrial Accelerator Act, Net-Zero Industry Act, Data Centre Sustainability Rating Label
- Welche freiwilligen Standards (SBTi, CDP, EcoVadis, LEED, BREAM), branchenspezifische Guidelines) sind für Ihre Kunden, Investoren und Lieferketten entscheidend – und wie bauen Sie Ihre Bilanzierung so auf, dass sie all dies trägt?
Scope 2 international – eine Disziplin für sich
Wer international bilanziert und berichtet, steht vor einer oft unterschätzten Aufgabe: Die nationalen Regelungen zur Scope-2-Bilanzierung (insbesondere Strom) divergieren erheblich. Wir führen für Sie die unterschiedlichen Anforderungen methodisch sauber zusammen – von marktbasierter vs. standortbasierter Bilanzierung über Residualmixe bis zur Anerkennung nationaler Herkunftsnachweissysteme
Scope 3 – die energiebedingte Vorkette
Scope 3 wächst regulatorisch und methodisch. Besonders die energiebedingte Vorkette – etwa bei einer Fernwärmeversorgung basierend auf Biomethan, Wasserstoff oder Strom – wird zum kritischen Hebel und zur Herausforderung zugleich. Wir unterstützen bei Bilanzierungslogik, Datenstrategie und der Integration in Reporting und Reduktionspfade.
Scope 3 Emissionsfaktoren in der Lieferkette
Harmonisierte Emissionsfaktoren in der Lieferkette sind relevant, um Umweltwirkungen von Produkten sichtbar und vergleichbar zu machen. Diese fließen in den PCF ein und sind unersetzlich für Lebenszyklusanalysen (LCA). Wir übersetzen Ihre Aktivitätsdaten in CO2-Emissionen, die dann für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden können: den digitalen Produktpass (DPP), eine vergleichende Auswahl von Lieferanten oder als Basis für Transformationsentscheidungen
Herkunftsnachweise über alle Sektoren — Strom, Wasserstoff, Biomethan, Wärme
Herkunftsnachweise sind das Rückgrat jeder glaubwürdigen Dekarbonisierungsstrategie. Wir beraten zu Methodik, Anwendung, Bilanzierung und Beschaffung in allen Sektoren. Besonderes Augenmerk legen wir auf die neuen Formen granular – räumlich und zeitlich aufgelöst – ausgestalteter Nachweise: Wo liegen die echten Chancen, wo die regulatorischen und reputativen Risiken, und wie positionieren Sie sich jetzt richtig, bevor der Markt sich konsolidiert?
Grüner Wasserstoff gemäß RFNBO
Der delegierte Rechtsakt zur Nachweisführung für RFNBO ist regulatorisch anspruchsvoll und in der praktischen Umsetzung unterschätzt. Wir begleiten Produzenten und Abnehmer durch die Nachweisführung, die Zertifizierungslogik und die Integration in die eigene Bilanzierung.
ETS II und nEHS
Die Erweiterung des Emissionshandels verändert Berichtspflichten und Kostenlogiken für viele Unternehmen grundlegend. Wir unterstützen Sie bei der Berichterstattung, der Datenerhebung und der strategischen Einordnung der kommenden Veränderungen.
Detaillierte Informationen zu unserem Service für die ETS-Berichterstattung finden Sie hier.
Negative Emissionen - ein Zukunftsmarkt
Negative Emissionen sind doppelt herausfordernd: Sie sind ein neues Thema und sie sind noch nicht hinreichend reguliert – sollen es aber bald sein. Genau jetzt lassen sich belastbare Strategien aufsetzen und folgenreiche Fehler vermeiden.
Wir beraten zu:
- Carbon Mangement-Strategien für Unternehmen und Kommunen, insbesondere Beschaffungsstrategien für Zertifikate aus negativen Emissionen entlang aktueller und absehbarer EU-Vorgaben, um Klimaneutralität zu erreichen.
- der korrekten und EU-rechtskonformen Berechnung negativer Emissionen durch Anbieter, u.a. Methoden für permanente Entnahmen (wie DACCS/BECCS) und Carbon Farming
- der Anwendung des neuen Land Sector and Removals Standard des GHG Protocol
der gesamten Regulierungsarchitektur rund um Carbon Removals and Carbon Farming Regulation (CRCF): Zertifizierungsmethodik, Qualitätskriterien, Nachweisführung, Marktintegration.
Mit der Verordnung EU 2024/3012 wird ein einheitlicher EU-weiter Rahmen zur Zertifizierung von CO₂-Entnahmen geschaffen. Ein zentrales öffentliches und digitales Unionsregister soll alle zertifizierten Einheiten (CO₂-Entnahmen, Carbon Farming, Speicherungen in Produkten) erfassen, um Transparenz zu gewährleisten und Doppelzählungen zu verhindern. Bis das offizielle Unionsregister vollständig einsatzbereit ist (vollständige Umsetzung für 2029 geplant, erste Registerfunktionen früher), sind die anerkannten Zertifizierungssysteme verpflichtet, eigene Register zu führen. Diese privaten Register müssen die CRCF-Anforderungen erfüllen.
Warum HIC CONSULTING
Wir sind nicht die Beratung, die Ihnen ein Dashboard verkauft und Ihnen dann erklärt, dass die eigentlich schwierigen Fragen außerhalb ihres Leistungsumfangs liegen. Wir kommen aus der regulatorischen Praxis, der energiewirtschaftlichen Methodik und der industriellen Umsetzung. Wir arbeiten aktiv mit in den Gremien der ISO und des GHG Protocols zur Weiterentwicklung der Standards für Carbon Accounting.
Unsere Gesprächspartner sind Ministerien, Verbände, Zertifizierer und Standardsetzer – und die Ingenieure, Nachhaltigkeitsverantwortlichen und CFOs, die am Ende belastbare Zahlen brauchen. Für den produzierenden Mittelstand ist das entscheidend: Sie bekommen keine theoretischen Stellungnahmen, sondern Entscheidungsgrundlagen, die sich gegenüber Auditoren, Kunden, Investoren und Behörden halten.
Sie arbeiten gerade an einer der oben genannten Fragen oder spüren, dass die Antwort aus Ihrem bisherigen System nicht mehr ausreicht? Dann ist das der richtige Moment für ein Gespräch. Wir freuen uns auf den Austausch!