Energieresilienz in Zeiten der Transformation: Jakob Schlandt mit Gastvortrag bei Ausschusssitzung in Berlin   

Wie resilient ist unser Energiesystem – und was braucht es, um Versorgungssicherheit auch in Zeiten tiefgreifender Transformation zu gewährleisten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Jakob Schlandt, Head of Policy & Markets bei HIC Consulting, am 15. September bei der gemeinsamen Sitzung der Energie- und Umweltausschüsse der Brandenburger IHKn und des Ausschusses „Vernetzte und ökologische Stadt“ der IHK Berlin.

Die Veranstaltung bei 50Hertz Transmission nahm die aktuellen Herausforderungen für Energieinfrastruktur und Umweltrecht aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick – vom politischen Rahmen und Netzanschluss über die Strominfrastruktur zwischen Metropole und Region bis hin zu neuen umweltrechtlichen Anforderungen.

Foto: Amin Akhtar

Resilienz als neue Fokus-Aufgabe der Energiepolitik
Unter dem Titel „Systemebene: Energieresilienz in Zeiten der Transformation“ richtete Jakob Schlandt den Blick auf eine Aufgabe, die für die Energiepolitik zunehmend an Bedeutung gewinnt: Wie lassen sich Transformation, Versorgungssicherheit und Resilienz miteinander verbinden?

Ausgehend von der Situation in Berlin und einer Auswertung der Ereignisse vom Januar 2026 beleuchtete er den aktuellen Maßnahmenstand und ordnete die deutsche Resilienzarchitektur in den europäischen und internationalen Kontext ein. Grundlage dafür waren unter anderem Erkenntnisse aus einer Länderanalyse im Rahmen einer Studie für den BDEW.

Wo das deutsche System noch Lücken hat
Dabei wurde auch deutlich, an welchen Stellen das deutsche System im internationalen Vergleich noch Lücken aufweist. Im Zentrum stehen grundlegende Fragen: Auf welche Szenarien muss das Energiesystem vorbereitet sein? Welches Resilienzniveau soll erreicht werden? Und wie werden Verantwortung und Finanzierung zwischen Staat, Infrastrukturbetreibern und Unternehmen verteilt?

Was Unternehmen selbst tun können
Neben der Systemebene ging es deshalb auch um die konkrete Perspektive von Unternehmen: Welche Möglichkeiten haben sie, ihre eigene Energieresilienz zu erhöhen und sich auf Ausfälle und andere Störungen besser vorzubereiten? Die Diskussion zeigt: Energieresilienz ist mehr als eine Frage stabiler Stromnetze. Sie erfordert einen umfassenden Blick auf Infrastrukturen, politische Rahmenbedingungen und unternehmerische Vorsorge – und wird damit zu einem zentralen Baustein eines Energiesystems im Wandel.

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