Wie kann die Fernwärme in Zukunft flexibel in das Stromnetz integriert werden? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich die Teilnehmenden beim 16. Treffen des Netzwerks Innovative und grüne Fernwärme Norddeutschland (IGFN) am 23. März 2026. Organisiert von HIC Consulting, tauschten sich Mitgliedsunternehmen mit Gästen zu verschiedenen Aspekten des Themas „Stromnetzintegration und Flexibilität“ aus.
Das IGFN verfolgt das Ziel, Innovationen voranzutreiben und den Wissenstransfer zwischen den Akteuren der Fernwärmebranche zu stärken. Entsprechend bot das digitale Treffen erneut eine Plattform für praxisnahe Einblicke und fachlichen Austausch.
Willkommen im Netzwerk, BTB!
Zu Beginn stellte sich das neue Netzwerkmitglied BTB Blockheizkraftwerks-, Träger- und Betreibergesellschaft mbH Berlin vor, bevor Fachvorträge zentrale Entwicklungen im Energiesektor beleuchteten. Der erste Schwerpunkt, präsentiert von Thaddäus Kreisig von Aurora Energy Research, lag auf der Analyse der Strompreisbestandteile, einschließlich Preisprognosen, Netzentgelten, Redispatch sowie neuen Flexibilisierungsmärkten.
Einblicke in die Praxis
Jonas Koch vom Netzbetreiber 50hertz präsentierte unter dem Titel „Nutzen statt Abregeln 2.0“ erste Erkenntnisse aus der Erprobungsphase zur effizienteren Nutzung von Stromüberschüssen in Entlastungsregionen. Ergänzend berichtete Tobias Weisbender von der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH über praktische Erfahrungen mit stromgeführten Wärmeerzeugern und zog dabei wichtige „Lessons learned“ für die Branche.

Austausch zu Stromnetzanschlussprozessen
In einer offenen Diskussionsrunde tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit Stromnetzanschlussprozessen – von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme – aus. Abgerundet wurde das Programm durch einen Vortrag von Mandy Schipke von NOVUM engineering zur Lieferantenqualifikation und Risikobewertung von Batteriespeichern. Frau Schipke präsentierte eindrucksvoll aus mehr als zehn Jahren Erfahrung, auf was bei der Auswahl von Batteriespeichern grundsätzlich zu achten ist.
„Das Treffen verdeutlichte einmal mehr die zentrale Rolle von Flexibilität und sektorenübergreifender Integration für eine erfolgreiche Energiewende in der Fernwärme. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die wertvollen Beiträge!“, sagt Dr. Henrik Pieper, der das Netzwerk bei HIC Consulting koordiniert.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Henrik Pieper
Senior Manager | Fachleitung Großwärmepumpen
pieper@hamburg-institut.com