BEW Machbarkeitsstudie Buxtehude Nordwest

Für die Stadtwerke Buxtehude erstellte HIC Consulting eine Machbarkeitsstudie nach BEW Modul I für den Aufbau einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung im Gebiet Buxtehude Nordwest. Für das Untersuchungsgebiet mit einem Wärmebedarf von rund 86 GWh/a entstand ein technisch und wirtschaftlich tragfähiges Versorgungskonzept mit einem konkreten Transformationspfad zur Treibhausgasneutralität.

Die Stadtwerke Buxtehude planen den Aufbau eines klimaneutralen Wärmenetzes für den nordwestlichen Teil der Stadt. Das Untersuchungsgebiet umfasst Wohn- und Neubaugebiete, kommunale Einrichtungen, Gewerbebetriebe, einen Altstadtbereich sowie ein Schwimmbad. Mit rund 86 GWh/a entfallen etwa 23 % des gesamten Wärmebedarfs der Stadt Buxtehude auf dieses Gebiet. Die Wärmeversorgung erfolgt bislang überwiegend fossil und dezentral.

Ziel der Machbarkeitsstudie war die Entwicklung einer CO₂-neutralen Wärmeversorgung bis 2045, die sowohl technisch umsetzbar als auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig ist. Im Mittelpunkt standen die Erschließung erneuerbarer Wärmequellen, die Konzeption eines geeigneten Erzeugerparks sowie ein schrittweiser und bedarfsgerechter Ausbau des Wärmenetzes.

Die Bearbeitung erfolgte gemäß den Anforderungen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), Modul I. Ausgehend von einer Ist-Analyse des Untersuchungsgebiets wurden verfügbare Potenziale untersucht, verschiedene Versorgungskonzepte entwickelt und bewertet sowie der erforderliche Kostenrahmen ermittelt. Darauf aufbauend wurde ein konkreter Pfad zur Treibhausgasneutralität abgeleitet. Ergänzende Objektbegehungen ermöglichten es, Gebäudezustände und Sanierungspotenziale in die Bewertung einzubeziehen.

Als Vorzugsvariante entwickelte das Team von HIC Consulting einen Erzeugerpark aus Abwasser-Wärmepumpe, Luft-Wasser-Wärmepumpe und Biomethan-Kessel zur Spitzenlastabdeckung. Das zweistufige Ausbaukonzept erlaubt eine bedarfsgerechte Anpassung der Erzeugungsleistung an den fortschreitenden Netzausbau und schafft zugleich Flexibilität bei der weiteren Projektentwicklung. Als geeigneter Standort für eine innenstadtnahe Energiezentrale wurde der Betriebshof Melkerstieg identifiziert, wobei insbesondere die Nutzung der Abwasserwärme die langfristige Standorteignung stärkt.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Konzeption des Wärmenetzausbaus, der unter den getroffenen Annahmen rund 50 % der Wärmegestehungskosten ausmacht. Die Untersuchung zeigt, dass ein großflächiger Ausbau der Fernwärme in Buxtehude Nordwest technisch und wirtschaftlich machbar ist und eine erhebliche Reduktion der Treibhausgasemissionen ermöglicht. Für die weitere Umsetzung wurden konkrete Ausbaustufen und Maßnahmenpakete für Wärmeerzeugung und Netzinfrastruktur erarbeitet.

Die Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie erfolgte für die Stadtwerke Buxtehude in enger Kooperation mit enercity Contracting Nord,die einen gemeinsamen Ausbau der Fernwärmeversorgung in Buxtehude anstreben.

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Erstellung einer Machbarkeitsstudie nach BEW Modul I für das Untersuchungsgebiet Buxtehude Nordwest

Stadtwerke Buxtehude GmbH

LBD, PlanEnergi, KFP Ingenieure

Dr. Tobias Zimmermann (Projektleitung)
Max-Julian Gerlach (stellv. Projektleitung)
Justus Börms
Nico Jaeschke
Dr. Henrik Pieper
Johanna Schickling
Dr. Mathias Ammon

2024