Wie wird der Product Carbon Footprint (PCF) vom regulatorischen Thema zum strategischen Instrument in der Beschaffung? Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres Beitrags beim Sustainable Procurement Summit 2026 des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) am 15. und 16. September in Darmstadt.
Der Summit bringt seit 2017 Fach- und Führungskräfte aus Einkauf und Nachhaltigkeit zusammen, um nachhaltige Beschaffung als wichtigen Hebel für Risikomanagement, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit weiterzuentwickeln. In diesem Jahr war unsere Expertise rund um den Product Carbon Footprint gleich in mehreren Formaten gefragt.
HIC-Geschäftsführer Robert Werner gab in seinem Vortrag „Product Carbon Footprint: Zukünftige Bedeutung und Anforderungen“ Einblicke in die aktuelle methodische Entwicklung des PCF in Standards und EU-Regulatorik. Im Fokus stand dabei insbesondere die Frage, welche Bedeutung der PCF künftig für Unternehmen und ihre Wettbewerbsfähigkeit haben wird – und wie mit unterschiedlichen Berechnungsmethodiken umgegangen werden kann.
Im Anschluss ging es von der fachlichen Einordnung direkt in die Praxis: Gemeinsam mit unserer Expertin Lindsey Jackson moderierte Robert Werner einen interaktiven Deep Dive zur strategischen Verankerung des PCF in der Beschaffung.
Im Austausch mit den Teilnehmenden standen konkrete Herausforderungen aus dem Einkaufsalltag im Mittelpunkt: Welche Anforderungen ergeben sich aus EU-Vorgaben und gängigen Standards? Wo bestehen noch Hürden bei Datenverfügbarkeit und -qualität? Und welche Methodiken, Datenquellen, Tools und Kennzahlen helfen dabei, Treibhausgasdaten wirksam in Beschaffungsentscheidungen einzubeziehen?

Die intensiven Diskussionen haben gezeigt: Auch wenn sich regulatorische Rahmenbedingungen verändern, bleibt der Bedarf an belastbaren und praxistauglichen Lösungen für eine klimafreundliche und resiliente Beschaffung hoch. Der Product Carbon Footprint kann dabei eine wichtige Grundlage schaffen – vorausgesetzt, methodische Anforderungen und betriebliche Praxis werden sinnvoll zusammengebracht.
Vielen Dank an den BME und an alle Teilnehmenden für den offenen Austausch und die vielen Impulse aus der Praxis..
