Das Hafenquartier erfindet sich neu: Die Stadtwerke Neustadt i. H. (SWNH) errichten die erste Meerwasser-Wärmepumpe in einem größeren Wärmenetz in Deutschland – ein Pionierprojekt mit hohem Innovationsgrad und Vorbildcharakter. Unterstützt werden die Stadtwerke von HIC Consulting.
Das Konzept
Das klimafreundliche Konzept zur Wärmeversorgung, das im Zuge der Umgestaltung der Hafenwestseite realisiert wird, basiert zu einem großen Teil auf erneuerbaren Energien. Viele historische Elemente bleiben im neuen Quartier erhalten – auch als Teil des Energiekonzepts. So wird die Energiezentrale mit modernster Technologie in den denkmalgeschützten Getreidespeichern und einem angrenzenden Anbau untergebracht.
Meerwasser als natürliche Ressource zur Wärmeerzeugung
Das Herzstück des Systems ist die Meerwasser-Wärmepumpe. Ergänzt wird sie durch weitere Komponenten wie ein Blockheizkraftwerk mit Spitzenlastkessel und einen Wärmespeicher. Dank der hochmodernen Technologie lässt sich bis zu 2 Grad kaltes Wasser aus der Neustädter Bucht effizient auf Temperatur bringen und in das quartierseigene, neu errichtete Wärmenetz leiten.
Das innovative Energieversorgungssystem, in dem Meerwasser als natürliche Ressource zum Einsatz kommt, ermöglicht erhebliche CO2-Einsparungen im Vergleich zu einer rein fossilen Wärmeerzeugung und stellt somit einen wichtigen Beitrag zu den Klimaschutz-Aktivitäten der Stadt Neustadt in Holstein dar.
Als Modellprojekt für die Transformation der Wärmeversorgung in Städten und Gemeinden in Küstenlage wird der Bau der Meerwasser-Wärmepumpe vom damaligen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz – heute Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) – mit Mitteln aus der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ in Höhe von rund 1,18 Mio. Euro gefördert.
Maßnahmen
HIC Consulting (vormals Hamburg Institut) begleitet das Projekt seit der Planungsphase: von der Machbarkeitsstudie über die Genehmigung und Beratung zur Förderung bis hin zur Projektsteuerung und Koordination der Fachplanung. Es ist unterteilt in zahlreiche Teilmaßnahmen, die gleichermaßen innovativ und herausfordernd sind:
- Planung und Berechnung des Nahwärmenetzes mit Erzeugungsanlagen, Wärmeverteilnetz und Informationstechnik
- Planung der Energiezentrale in einem denkmalgeschützten ehemaligen Getreidespeicher und der Umnutzung eines Getreideförderbandes als Meerwasserleitung
- Instandsetzung des entkernten Gebäudes
- Gutachten und Genehmigungen
- Spezifikation des Erzeugerparks inkl. TGA und Technikflächen
- Planung des Wärmepumpensystems
Systembestandteile:
- Erschließung der Wärmequelle (Primärkreis) durch Pumpen mit Einbauten im Hafenbecken, Meerwasserleitung vom Hafenbecken bis zur Energiezentrale
- Anbindung des Sekundärkreises = Auslegung, Design, Konstruktion und Fertigung des neuartigen, selbstreinigenden Wärmetauschersystems mit Anbindung an die Wärmepumpe
- Anschluss der Wärmepumpe an den Heizkreis des Wärmenetzes und Anbindung an Speicher
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Projekt-Website der Stadtwerke Neustadt in Holstein
Pressemitteilung: Meilenstein in komplexem Großprojekt: Vergabeverfahren für die Meerwasser-Wärmepumpe an der Hafenwestseite in Neustadt in Holstein abgeschlossen


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Kompletter Projekttitel
Meerwasser-Wärmepumpe im Hafenquartier Neustadt in Holstein
Auftraggeber
Stadtwerke Neustadt in Holstein (SWNH), gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK, seit 2025 BMWE)
Mitwirkende von HIC CONSULTING
Dr. Henrik Pieper
Dr. Nikolai Strodel
Leistungszeitraum
seit 2021