Beratungsleistungen zu grüner Fernwärme

HIC Consulting unterstützte das Energieversorgungsunternehmen Mainova AG bei der Entwicklung neuer, auf Herkunftsnachweisen (HKN) basierender grüner Fernwärmeprodukte, die für Kunden attraktiv, transparent und rechtssicher sind, Zusatzerlöspotenziale heben und den laufenden operativen Aufwand geringhalten. Hintergrund ist die geplante Einführung eines HKN-Registers (HKNR) für Wärme, Kälte und Gase, dessen technische und operative Umsetzung aktuell durch das Umweltbundesamt vorangetrieben wird. Das Projekt verknüpfte eine umfassende Analyse der Anforderungen und Rahmenbedingungen für grüne Fernwärmevermarktung mit konzeptioneller Beratung zur Produkt- und Prozessgestaltung.

Die Mainova AG versorgt bereits heute Frankfurter Wärmekunden über ein mehr als 310 km umfassendes Netz mit umweltschonender Fernwärme. Der zügige und entschlossene Ausbau des Wärmenetzes sowie der klimaneutralen Fernwärmeerzeugung bilden wichtige Bausteine für die Wärmewende in Frankfurt. Bis 2040 will das Unternehmen das bis dahin deutlich gewachsene Netz vollständig mit klimaneutraler Wärme versorgen.

Die Einführung eines nationalen HKNR für Wärme, Kälte und Gase aus erneuerbaren (und optional weiteren) Quellen wird europarechtlich durch die Erneuerbare-Energien-Richtlinie gefordert und aktuell durch das Umweltbundesamt vorbereitet. Der nationale Rechtsrahmen, insbesondere die Gas-Wärme-Kälte-Herkunftsnachweisregister-Verordnung (GWKHV), setzt Rahmenbedingungen für die zukünftige grüne Fernwärmevermarktung. HKN dienen der transparenten und eindeutigen Zuordnung von grünen Eigenschaften zu Verbrauchenden und bieten Fernwärmeversorgern so die Möglichkeit, rechtssicher grüne und klimaneutrale Fernwärmeprodukte anzubieten. Dies trifft eine steigende Nachfrage nach nachweislich klimaneutraler Wärme, insbesondere durch Unternehmenskunden im Kontext von Berichtspflichten wie der CSRD, der Erstellung verpflichtender und freiwilliger Klimabilanzen, Zertifizierungen im Gebäudesektor oder Selbstverpflichtungen zur zeitnahen Dekarbonisierung. Der Aufwuchs der neuen grünen Fernwärmeeinspeisung in Frankfurt in den kommenden Jahren bildet ein großes Potenzial zur zukünftigen Vermarktung, das glaubhaft und rechtlich sicher mit Herkunftsnachweisen hinterlegt werden kann.

Ziel des Projekts war, ein tiefgehendes Verständnis des regulatorischen Rahmens für Wärme-HKN und grüne Fernwärmevermarktung zu schaffen und hierauf aufbauend zur Produkt- und Prozessgestaltung der Mainova AG zu beraten.

Die Beratung umfasste die eingehende Analyse relevanter Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung des Wärme-HKNR, HKN-basierter Wärmekennzeichnung und grüner Fernwärmevermarktung. Neben rechtlichen Grundlagen berücksichtigte das Team von HIC Consulting hierbei auch Anforderungen von internationalen Klimabilanzierungsstandards und Gebäudezertifizierungssystemen. Das komplexe Feld an regulatorischen Vorgaben wurde in einem umfassenden Regulierungsreport dargestellt und in strategische Implikationen und Handlungsempfehlungen für die Mainova AG übersetzt.

Als weiteres Arbeitspaket wurde die Erarbeitung eines innovativen Produktportfolios für grüne Wärme beratend unterstützt. Hierfür erarbeiteten wir in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber Konzept- und Empfehlungspapiere zur Produktentwicklung sowie zur Preis- und Vermarktungsstrategie. Zudem entwickelten wir ein Konzept mit notwendigen Maßnahmen zur Integration neuer HKN-basierter Produkte in organisatorische und technische Prozesse der Mainova AG. Diese Arbeiten wurden durch drei digitale Workshops begleitet, bei denen gemeinsam Prioritäten identifiziert und Produkt- sowie Prozessgestaltungsoptionen diskutiert wurden.

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Beratungsleistungen zu grüner Fernwärme

Mainova AG

Dr. Alexandra Styles
Jakob Schlandt
Florian Isselmann
Jannika Maaß-Schoon
Johanna Schickling
Dr. Tobias Zimmermann
Thomas Müller
Dr. Sönke Häseler
Dr. Matthias Sandrock
Robert Werner

11/2025 – 05/2026