Projektabschluss für die BUKEA: Potenziale unternehmerischer Flexibilität als Baustein der Hamburger Klimaneutralität.
Im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat HIC CONSULTING gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht, wie industrielle und gewerbliche Unternehmen in Hamburg ihren Energiebezug künftig flexibler gestalten können – und welche Rolle ein neuer Förderschwerpunkt im Programm Unternehmen für Ressourcenschutz (UfR) dabei spielen kann. Mit der Veröffentlichung des Gutachtens im Transparenzportal der Freien und Hansestadt Hamburg ist das Projekt „Flexibilisierung von Unternehmen in Hamburg“ offiziell abgeschlossen.
Warum Flexibilisierung wichtig wird
Hamburg verfolgt ambitionierte Klimaziele: Die Stadt will ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 deutlich senken und nach dem Hamburgischen Klimaschutzgesetz bereits bis 2040 klimaneutral werden. Da der Stromsektor zunehmend von fluktuierenden erneuerbaren Energien geprägt wird, gewinnt die Anpassungsfähigkeit der Nachfrageseite an Bedeutung. Unternehmen, die ihren Stromverbrauch zeitlich verlagern oder Lasten gezielt reduzieren können, tragen zur Netzstabilität und zur Senkung systemweiter Emissionen bei.
Untersuchungsschwerpunkte
Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem
- technologische Optionen für flexible Betriebsweisen identifiziert,
- branchenübergreifend einsetzbare Maßnahmen bewertet,
- Kosten- und Emissionseinsparungen in verschiedenen Szenarien quantifiziert,
- sowie konkrete Empfehlungen für die Ausgestaltung eines möglichen neuen Förderschwerpunkts „Flexibilisierung“ im UfR-Programm entwickelt.
Der Fokus lag dabei nicht nur auf technischen Investitionen, sondern auch auf organisatorischen Voraussetzungen, die Unternehmen für eine systemdienliche Flexibilisierung benötigen.
Stimmen zum Projekt
„Das Gutachten zeigt, dass in Hamburger Unternehmen bereits heute vielfältige technische und organisatorische Flexibilitätspotenziale vorhanden sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass die bestehenden Rahmenbedingungen deren Nutzung bislang nur begrenzt fördern. Umso wichtiger ist es, jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, damit Flexibilität künftig einen wirksamen Beitrag zur Energiewende leisten kann.“
– Max-Julian Gerlach, Projektleiter HIC CONSULTING
„Industrieunternehmen können einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung und Integration erneuerbarer Energien leisten, wenn wirtschaftliche Anreize und geeignete Rahmenbedingungen zusammenspielen. Genau hier setzt unsere gemeinsame Analyse an.“
– Michael Haendel, Projektleitung Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Ausblick
Die Ergebnisse des Gutachtens liefern eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung des Hamburger Förderprogramms Unternehmen für Ressourcenschutz. Mit einem möglichen neuen Förderschwerpunkt „Flexibilisierung“ könnte Hamburg Unternehmen künftig noch gezielter dabei unterstützen, ihre Energieprozesse an ein zunehmend erneuerbares Stromsystem anzupassen.
Weitere Informationen
Veröffentlichung des Gutachtens im Transparenzportal der Stadt Hamburg
Projektbeschreibung und weitere Hintergründe auf unserer Referenzseite
